Greifvögel Falken Beobachtung Büchertipps Greifvogel des Jahres Links Impressum
Startseite

Startseite


Greifvögel Falken Beobachtung Büchertipps Greifvogel des Jahres Links Impressum

Fischadler Habicht Kornweihe Mäusebussard Rohrweihe Rotmilan Schwarzmilan Seeadler Sperber Turmfalke Steinadler Wanderfalke Wespenbussard Wiesenweihe

Wanderfalke

Auf der ganzen Welt gibt es kein schnelleres Lebewesen als den Wanderfalken: Auf der Jagd erreicht er bei seinen Sturzflügen Geschwindigkeiten von z.T. über 250 km/h!

Im Rahmen eines Versuchs, bei dem der Beizvogel eines Falkners einen Fallschirmspringer (bei noch geschlossenem Schirm) im senkrechten Sturzflug spielend einholte, wurden sogar 320 km/h und mehr gemessen! Da jagende Wanderfalken ihre Beute in der Regel aber nicht senkrecht anjagen, sind solche Geschwindigkeiten unter „natürlichen Bedingungen“ wohl kaum zu beobachten.

Nur in Ausnahmefällen schlägt der Wanderfalke seine Beute am Boden. Fast alle erfolgreichen Beuteflüge finden im freien Luftraum statt, was ihn als ausgesprochenen Vogeljäger verrät.

Hierfür kreist der Wanderfalke entweder in großer Höhe am Himmel oder er sitzt auf einer erhöhten Ansitzwarte, bis er potentielle Beute erspäht hat, um sie dann aus z.T. über 1 km Entfernung gezielt an zu jagen. In weit offenen, vogelreichen Landschaften, wie z.B. Meeresküsten, kann man auch die Jagd flach über dem Boden beobachten.

Als ursprünglicher Brutvogel steiler Felswände besiedelt die Art bei uns vornehmlich die Mittelgebirge und die Alpen. Auch größere Steinbrüche werden als Brutplatz angenommen. In zu nehmendem Maße finden auch Bruten an hohen menschlichen Gebäuden wie Funk- und Kraftwerkstürmen, Hochhäusern u.ä statt.

Der Wanderfalke zählt zu den großen Arten seiner Gattung, besitzt einen kräftigen Körper, lange, spitz zu laufende Flügel und einen vergleichsweise kurzen Schwanz. Weibchen sind deutlich größer und schwerer als Männchen. Altvögel zeigen eine schiefergraue Oberseite und sind unterseits auf weißlichem Grund eng quergebändert, während Vögel im Jugendkleid oberseits bräunlich und unterseits längs gestrichelt sind. In allen Kleidern fällt ein breiter, dunkler “Bartstreif” auf.

Alte Wanderfalken bleiben ganzjährig in der Nähe ihres Brutplatzes, Jungvögel verbringen ihren ersten Winter in wärmeren Breiten, um es in den Folgejahren den Altvögeln gleich zu tun.

Länge: ca. 38-45 cm
Flügelspannweite: ca. 90-105 cm
Gewicht: 580-1090 g

Brutbestand Deutschland: ca. 850 Paare
Brutbestand Europa: im Mittel ca. 14.800 Paare




Steinadler Wespenbussard